"Wunder dieser Welt" - ein wunderbares Kirchenkonzert in Nickenich 


 Pellenz/Nickenich-hk. Ein Kirchenkonzert für Ohr und Herz erlebten die Zuhörer am Sonntag, 16. September, in der Pfarrkirche St. Arnulf Nickenich, wegen seiner Größe als Pellenzdom bekannt. Unter dem Motto "Wunder dieser Welt" gab es Chor- und Instrumentalmusik zu den Themen "Gott", "Liebe", "Spiritual" u. "Wunder", vorgetragen von den "Charming Voices", vier Männern des Herrenchors und instrumentell harmonisch ergänzt durch das Städtische Orchester Mayen. 
Nach der herzlichen Begrüßung durch Pfarrer Norbert Missong, der auf die bemerkenswert hervorragende Akustik der dreischiffigen Kirche hinwies, erbaut 1848 von Johann Claudius von Lassaulx, stimmte das Orchester unter Dirigent Michael Fuxius die fast vollbesetzte Kirche mit "Air" (Aria, Melodie) aus der Orchestersuite Nr. 3, D-Dur (BMV 1068) von Johann Sebastian Bach auf den Gesangabend ein. Nach dieser "Ouvertüre" erlebten die Hörer Gesang- und Orchesterstücke zu den vier Themen. Beginnend mit dem "Chor der Engel" aus
"Faust" von Johann Wolfgang von Goethe über "Zion" von Felix Mendelssohn-Bartholdy und "Andante" aus dem Klavierkonzert C - Dur (KV 467) von Wolfgang Amadeus Mozart war die musikalische Reise "Wunder dieser Welt" im Thema "Liebe" angekommen. Aus der Renaissance zunächst "Ahi senza te" ("Weh, ohne Dich"), ein Madrigal aus der Feder Giovanni Gabrielis (1555-1612), "Angels", "Caravan of Love", "Sailing", der unvergessene Rod Stewart ließ grüßen - und "Its Raining Men" der Weather Girls... Mit einem Intermezzo, aus der Oper "Cavalleria" von Pietro Mascagni, wurde zum vorletzten Abschnitt übergeleitet. "African Kyrie", "Good News" und "You are Holy" sang der Chor, und das Orchester fügte "MacPherson-�s Lament" hinzu, unverkennbar aus dem fernen Schottland, toll an die typische Musik der Sackpfeife erinnernd. James MacPherson (1675-1700) soll die Klage am Vorabend seiner Hinrichtung im Jahre 1700 in Banff selbst komponiert haben. Nach dem Titelthema aus "Forrest Gump" begann das letzte Musikthema, das Motto dieses Abends, mit "Die Wunder dieser Welt", "Schau auf die Welt" und "Geboren um zu leben", brillant von Orchester und Chor verkörpert. Nach einem Riesenapplaus, bei dem sich viele erhoben, gab es als Zugabe "Guten Abend, gut Nacht". Die Melodie von Johannes Brahms (1833-1897), Nr. 4 aus "Fünf Lieder für eine Stimme" (op. 49), der Text aus "Des Knaben Wunderhorn" (1808, 1. Strophe) und von Georg Scherer (1824-1909; 2. Strophe). Chor und Publikum sangen gemeinsam als Abschluss, unterstützt vom Orchester, "Lobe den Herrn" (BWV 137) von Johann Sebastian Bach. 
Dieser wunderbar gesungene und gespielte Abend mit wertvoller Auswahl der Stücke und Texte hat die Menschen erfreut und wird sicher vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Die Damen der "Charming Voices" konnten mit ihren Stimmen ihr Auditorium entzücken, wie der Chorname besagt, schließlich ist es ein Meisterchor des Chorverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Das Gelingen des Abends lag in sehr guten, musikalisch bestens geschulten Händen, Herzen und Ohren. Chorleiterin Nicole Fuxius hatte die gesamte musikalische Leitung, ihr Ehemann, Städtischer Musikdirektor der Stadt Mayen, führte das Orchester. - Musik ist eine göttliche Kraft, sie lässt das Erleben in der Kirche stärker, freudiger, feierlicher sein.

 Quelle: Pellenzblatt, Nr. 38, 19.09.2012, 12. Jahrgang

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Traditionelles Chorkonzert der Chorgemeinschaft Nickenich begeisterte sein Publikum / Solisten und Chöre wurden mit stehenden Ovationen gefeiert 

Es war ein Abend, den Zuhörer und aktive Künstler herbeigesehnt hatten, war doch der ursprüngliche Termin vom 15. Januar auf den 24. Februar aus Krankheitsgründen verschoben worden. Doch das Warten sollte sich gelohnt haben.

Zum 46. Mal seit 1966 hatte der Männerchor Nickenich sein Publikum geladen und ca. 500 Gäste folgten am Freitag, den 24. Februar, der Einladung in die Pellenzhalle in Nickenich. Viele der Auditoren könnte man ohne Übertreibung auch schon als „Dauerkartenbesitzer“ oder Stammgäste bezeichnen, da Sie über Jahre die Konzerte der Chorgemeinschaft verfolgen. 
Dabei ist es für die Solisten und die Chorsänger eine Herausforderung, dem erfahrenen und interessierten Publikum stets ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm zu bieten. 
Mit dem Bariton Giorgos Kanaris und der Sopranistin Emiliya Ivanova, beides Künstler der Bonner Oper, engagierte die Chorgemeinschaft zwei Solisten der Extraklasse und somit Garanten für einen gelungenen Konzertabend.

Beide brillierten in Duetten von Wolfgang Amadeus Mozart „Bei Männern welche Liebe fühlen“ aus „die Zauberflöte“, „La ci darem la mano“ aus „Don Giovanni“, „Crudell perche´finora“ aus „Hochzeit des Figaro und „Pronta io son“ aus „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti. Das die beiden Solisten es mit den Vorgaben Anspruch und Abwechslung Ernst nahmen, bewiesen die Auswahl und die Qualität der dargebrachten Solopartituren. „O Vaterland“ aus Lehars „Die lustige Witwe“, „Largo al factotum“ aus Rossinis „Der Barbier von Sevilla“, „Mein Herr Marquis“ aus J.Strauss „Die Fledermaus“, „O mio babbino caro“ aus Puccinis „Gianni Schicci“ und „So in love“ aus Cole Porters Musical „Kiss me Kate“ sind nur einige Beispiele des mitreißenden Programms. 
Auch die auftretenden Chöre sollten den Solisten in diesen Punkten in Nichts nachstehen. Der Kinderchor „ Pellenzsingers“ nutzte den Auftritt unter der Leitung von Heike Engelhorn mit Werken wie „Alles Gute zum Alltag“ von Samuel Harfst, „Schau auf die Welt“ von John Rutter und im Zusammenspiel mit der Solistin Iwanova „You raise me up“ von Graham, Loevland, um Werbung in eigener Sache zu machen. 
Chorleiter Marco Herbert hatte seinen Nickenicher Männerchor die komplette Bandbreite aus dem Chorwerksbereich einstudieren lassen. So wechselten sich klassisch – romantische Werke wie „O wie herbe ist das Scheiden“ und „Barbarossa“ von Friedrich Silcher mit moderner romantischer Popballade „Weit,weit weg“ von Hubert von Goisern ebenso ab wie im klassisch - kirchliche Sakralgesang „ Seigneur je vous en prie“ von Francis Poulenc mit dem Gospel „I want to go to heaven“ von Winfried Siegler-Legel. Die deutschen volkstümlichen Werke „Rheinisches Fuhrmannslied“ von Paul Zoll und der „Fliegermarsch“ von Dostal und Roman wurden ergänzt durch das derb rustikale schwedische Hochzeitslied „I bröllopsgarden“ von J.A. Söderman. 
Den gleichermaßen gemeinsamen wie geradezu donnernden Abschluss begingen die Sänger mit dem allseits bekannten „Votre toast“ aus Georges Bizets „Carmen“. 
Am Ende des 46. Konzertabends der Chorgemeinschaft Nickenich feierte ein begeistertes Publikum die Solisten und Sänger mit großem Beifall. Ein Zeichen für Akteure wie Zuhörer, dass sich das lange Warten durchaus gelohnt hat.

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